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Arbeitsgruppe
Informationsverarbeitung in der Pflege


Leiter Prof. Dr. U. Hübner (Osnabrück) 
Stv. Leiter Prof. Dr. U. Schrader (Frankfurt) 


Amtszeit:

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Schlüsselworte:



Ziele der Arbeitsgruppe:



Tätigkeiten der Arbeitsgruppe:

Tätigkeiten im Berichtszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2010

Zusammenfassung

Die Aktivitäten der AG konzentrierten sich auch in 2010 auf die Organisation von Sitzungen und Ver-anstaltungen (conhIT, IT-Trends in der Medizin, Workshop eHealth.Niedersachsen) zu aktuellen Themen der Pflegeinformatik, insbesondere zu Pflege und Gesundheitstelematik/eHealth einschließlich der Weiterentwicklung und Verbreitung von Standards (ICNP Klassifikation und ePflegebericht). Zusätzlich wurde der Kontakt zur Basis der Pflegekräfte und deren Berufsverbänden intensiviert, um aktuelle Entwicklungen in der Pflegeinformatik dort stärker bekannt zu machen und den Wissenschaft-Praxis-Transfer zu fördern.

Die AG befasst sich zunehmend auch mit Belangen der Informationsverarbeitung in anderen Gesundheitsfachberufen, insbesondere mit denen der therapeutischen Berufe, wie z.B. den Physio-therapeuten, und der multiprofessionellen Zusammenarbeit, z.B. im Bereich der Wundversorgung.

Veranstaltungen

Am 19.2.2010 fand in Bremen ein gemeinsamer Expertenworkshop der gmds AG und der Fa. atacama unter dem Thema Pflegefachsprache und ihre praktikable Umsetzung in einem IT-System statt. Neben Vertretern der Fa. atacama diskutierten Dieter Baumberger, Daniel Flemming, Ursula Hübner, Peter König, Ulrich Schrader, Peter Tackenberg, Markus Zimmermann. Der Workshop kam zu dem Resultat, dass Deutschland eine verbindliche Klassifikation in der Pflege benötigt. Diese sollte die ICNP sein.

Für die conhITorganisierte die AG die Sitzung „DokumentatIon von chronischen Wunden: Bildanalyse, TeleHealth und Evidenzbasierung “, die am 22.4. 2010 stattfand. Die Vorträge zeigten den aktuellen Stand von marktgängigen Wunddokumentationsprogrammen, die zunehmend auf mobilen Endgeräten angeboten werden. Ebenso zeigten die Vorträge die Bedeutung von Bilddokumentation und Bildanalyse in der modernen Wundversorgung.

Unter dem Titel „Ist die Pflege eHealth-fähig?“ veranstaltete die AG auf der gmds Jahrestagungam 8.9.2010 in Mannheim einen Workshop. Die Referenten waren Sylvia Thun, dimdi und IHE Co-chair, Ulrich Schrader, FH Frankfurt/M und ICNP User Group, Axel Helmer, offis und IHE Deutschland, Thomas Karopka, IT Science Center Rügen, Daniel Flemming, Hochschule Osnabrück sowie Manuela Schoska, Fa. atacama.

Die AG veranstaltete am 9.9.2010 auf den IT-Trends in der Medizin/Health Telematicsin Essen ein Fachforum zum Thema „Mobiles Computing im Gesundheitswesen“. Björn Sellemann von der Hoch-schule Osnabrück moderierte die Sitzung, zu der Vertreter von Krankenhäusern und der Industrie geladen waren, um praxisnah Probleme von mobilen Endgeräten zu erörtern, Lösungen zu präsentieren und Erfahrungen auszutauschen.

Der in den vergangenen Jahren gemeinsam mit dem Netzwerk Versorgungskontinuität in der Region Osnabrück e.V. durchgeführte Workshop wurde in 2010 als gemeinsame Veranstaltung der eHealth Initiative Niedersachsen (eHealth.Niedersachsen) organisiert, die am 4.11. im KME Forum in Os-nabrück stattfand. Themenschwerpunkt waren Standards im Gesundheitswesen. Referenten von Firmen aus der Region (GCD, TOP Service GmbH), sowie Vertreter von Standardisierungsgruppen (HL7 Deutschland, GS1 HUG), die Pflegedirektorin der Medizinischen Hochschule Hannover sowie Repräsentanten aus Osnabrücker Krankenhäusern präsentierten und diskutierten zu den Chancen einer verbesserten Vernetzung durch Einsatz von IT Standards und der Umsetzung von Pflegestandards durch IT. Staatssekretär Oliver Liersch vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sprach die Grußworte.

Veröffentlichungen

Die im letzten Jahr mit dem bibliomed Verlag begonnene Reihe von Tutorials wurde weiter fortgesetzt. Die so genannten GMDS-Pflegeinformatik Tutorials erscheinen in loser Reihenfolge in der Zeitschrift „Die Schwester/der Pfleger“, der auflagenstärksten Zeitschrift im Pflegesektor. In 2010 wurden die Folgen „Telematik in der Pflege: Teil 3 - Der elektronische Pflegebericht“ von Daniel Flemming und Ursula Hübner und „Telematik in der Pflege: Wie die elektronische Fieberkurve mobil wird“ von Stefan Skonetzki-Cheng veröffentlicht.

In der Januar Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes erschien der Aufsatz Pflegeinformatik: Mehrwert für die Patientenversorgung von Ursula Hübner (Dtsch Arztebl. 107(4): A 134–6.).

AG-Jahressitzung

Die AG traf sich zu ihrer Jahressitzung 2010 auf der GMDS Jahrestagung am 8.09.2010 im Anschluss an den Workshop „Ist die Pflege eHealth-fähig?“. Das Protokoll befindet sich auf der Homepage der AG unter www.nursing-informatics.de. Die Internetseite der AG pflegte weiterhin Björn Sellemann von der Hochschule Osnabrück.

Kooperation mit Berufsverbänden

Auf Initiative der gmds AG wurde von der Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Pflegepersonen BALK e.V. eine Arbeitsgruppe zum Thema IT und Pflege eingerichtet. Diese erarbeitete eine Richtlinie für IT Hersteller, die Software für Pflegekräfte anbieten. Diese soll in 2011 als Broschüre gedruckt und vorgestellt werden.

Ferner wurde eine Zusammenarbeit mit dem DBfK, dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe, zur Erarbeitung einer Einführungsbroschüre in die Thematik IT und Pflege vereinbart. Die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft, DGP, gründete ebenfalls eine Sektion unter dem Namen Ent-wicklung und Folgen von Technik und Informatik in der Pflege, deren Arbeit durch die gmds AG begleitet wird.

Internationales

Thomas Bürkle und Ursula Hübner nahmen am 12.9.2010 an der Sitzung der General Assembly der IMIA Nursing Informatics Special Interest Group anlässlich der Medinfo 2010 in Kapstadt teil.



Vorgesehene Tätigkeiten im nächsten Jahr:

Auch in 2011 sind Sitzungen zum Thema „IT in der Pflege und anderen Gesundheitsfachberufen“ auf der conhIT und den IT Trends in der Medizin/Health Telematics geplant. Der Aufbau von praxisnahen Pflegeinformatik-Arbeitsgruppen durch die Berufsverbände in der Pflege bzw. durch den Deutschen Pflegerat wird unterstützt (Wissenschaft-Praxis-Transfer). Insbesondere sollen die Richtlinien für IT-Hersteller, das gemeinsame Ergebnis der BALK AG „IT und Pflege“ und gmds AG, auf Veranstaltungen publik gemacht werden, z.B. auf den IT Trends in der Medizin/Health Telematics. Auch die Serie der GMDS Pflegeinformatik Tutorials wird mit den Folgen „Pflegedokumentation und Dekubitushäufigkeit im Krankenhaus“ von Jürgen Stausberg und „Fachsprachen in der Pflege“ von Manuela Schoska sowie zu weiteren Themen fortgesetzt. 


Die Einbindung des deutschen HL7 Standards zum ePflegebericht in internationale Aktivitäten von IHE und des International Council of Nurses (ICN) soll auch in 2011 weiter vorangetrieben werden.





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