Startseitel Impressuml Sitemapl Hilfe
 
Freitag, den 30. Juli 2010, 23:09 Uhr
Suche:


 
Hier finden Sie interne Informationen für Mitglieder.
Name:
Paßwort:
 
Paßwort vergessen?


 
GMDS e.V.
Bonner Str. 178
50968 Köln
Telefon : +49(0)221-37994755
Telefax : +49(0)221-37994756
Email : info@gmds.de

 

Arbeitsgruppe
Medizinische Dokumentation und Klassifikation (MDK)


Leiter Dr. A. Zaiß (Freiburg i.Br.)  
Stv. Leiter Dr. B. Graubner (Göttingen) 
Stv. Leiter PD Dr. S. Hölzer (Bern) 
Stv. Leiter Prof. Dr. DI K. P. Pfeiffer (Innsbruck) 
Stv. Leiter Bettina Busse (Freiburg i.Br.) 


Amtszeit:

Homepage:Neuer Link

Schlüsselworte:



Ziele der Arbeitsgruppe:



Tätigkeiten der Arbeitsgruppe:

Tätigkeiten im Berichtszeitraum 1. Juli 2007 bis 31. Dezember 2008

Mitglieder der Arbeitsgruppe nehmen in verschiedenen zentralen Gremien und Arbeitsgruppen aktiven Anteil an der Weiterentwicklung der medizinischen Klassifikationen (insbesondere im Kuratorium für Fragen der Klassifika­tion im Gesundheitswesen [KKG] beim Bundesministerium für Gesundheit [BMG]). Dabei werden ihre Arbeits­schwerpunkte von den jeweiligen gesetzlichen Anforderungen an die medizinische Dokumentation und Klassifika­tion im Gesundheitswesen bestimmt. Die Einzelheiten der historischen Entwicklung bis Anfang 2007 sind in unseren ausführlichen Tätigkeitsberichten der letzten Jahre nachzulesen.

Ab dem 1.1.2009 ist in der ambulanten und stationären Versorgung die ICD-10-GM 2009 zu verwenden, deren Systematisches und Alphabetisches Verzeichnis (Diagnosenthesaurus) vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) in Dateiform mit Stand vom 30.9. und 6.10.2008 publiziert worden ist. Die ICD-10-GM stellt einen Kompromiss zwischen den Anforderungen des ambulanten und stationären Bereichs dar. Sie enthält alle von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschlossenen Änderungen sowie viele Verbesse­rungen, die sich u.a. aus den Anforderungen des G-DRG-Systems (German Diagnosis Related Groups) und den Vorschlägen der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften ergeben haben. Hinsichtlich der Anwen­dung der ICD-10-GM gibt es im ambulanten und stationären Bereich einige Unterschiede, die einerseits auf den für den stationären Bereich geltenden und jährlich aktualisierten Deutschen Kodierrichtlinien, an deren Erarbeitung Mitglieder der AG beteiligt sind, und andererseits auf der nur im ambulanten Bereich erlaubten Benutzung der Zu­satzkennzeichen zur Diagnosensicherheit beruhen. Diese wurden ab 2004 um das Kennzeichen „G“ für gesicherte Diagnosen erweitert und sind seitdem obligatorisch anzugeben, damit verlässlichere Angaben über die ambulante Morbidität erfasst werden können, deren Daten angesichts der Einführung des morbiditätsorientierten Risikostruk­turausgleiches ab 2009 eine besondere Bedeutung gewinnen.

Das „Alphabetische Verzeichnis (Diagnosenthesaurus)“ wird kontinuierlich erweitert und enthält seit einigen Jahren wesentliche Teile des Alphabetischen Verzeichnisses der WHO-Ausgabe der ICD-10 (es fehlen lediglich noch die zwei speziellen Tabellen mit den äußeren Ursachen von Verletzungen und mit den Arzneimitteln und Chemikalien).

Die Todesursachenverschlüsselung geschieht weiterhin nach der deutschsprachigen Fassung der WHO-Ausgabe der ICD‑10 in der aktuellen Version 2006, die nur in Dateiform verfügbar ist. – In den Krankenhäusern Österreichs wird nach wie vor eine leicht modifizierte Fassung der deutschen WHO-Version 1.3 (Juli 1999) benutzt, während die Schweiz diese Version unverändert übernommen hat. Beide Länder benutzen die dazu passende Version 3.1 des ICD-10-Diagnosenthesaurus, die ebenso wie das Systematische Verzeichnis in Form der „Dreiländerausgabe“ des Verlages Hans Huber verfügbar ist. Im Zusammenhang mit der Einführung des auf dem deutschen G-DRG-System beruhenden Swiss-DRG-Systems soll 2009 in der Schweiz die ICD-10-GM 2008 benutzt werden.

Auch in der Bezeichnung des Operationen- und Prozedurenschlüssels OPS-301 wird seit 01.01.2004 die Jahresan­gabe verwendet. Der OPS-301 2004 (15.08.2003) enthielt als Neuerung neben dem amtlichen Teil auch einen fakultativ anzuwendenden erweiterten Teil, in den viele Anregungen der wissenschaftlichen medizinischen Fach­gesellschaften, der Partner der Selbstverwaltung usw. aufgenommen worden sind. In der praktischen Umsetzung hat er sich jedoch nicht bewährt, sodass der OPS 2009 wieder nur aus dem amtlichen Teil besteht. In Ergänzung zum Systematischen Verzeichnis wurde für 2004 vom DIMDI erstmals ein Alphabetisches Verzeichnis veröffent­licht. Da der OPS-301 ab 01.04.2005 auch für die Dokumentation des ambulanten Operierens zu verwenden und Be­standteil des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) geworden ist, wurde seine Bezeichnung ab der Version 2005 zu OPS verkürzt. Diese Version enthielt erstmals umfangreiche Medikamentenlisten, die in den beiden folgenden Versionen so ausgeweitet worden sind, dass für sie im OPS 2008 ein eigenes Kapitel 6 eingeführt worden ist, das im OPS 2009 deutlich erweitert worden ist. Außerdem wurde in der Version 2005 für fast die Hälfte aller endständigen Schlüsselnummern die Angabe eines Kennzeichens für die Seitenlokalisation der betreffenden Prozedur vorgeschrieben (rechts, links oder beidseitig), das gemäß dem OPS 2006 seit 01.07.2006 auch in der ambulanten Gesundheitsversorgung anzugeben ist. Die Dateien des OPS 2009 wurden vom DIMDI mit Stand vom 20.10. und 03.11.2008 veröffentlicht. – Die Arbeiten an der Vorbereitung einer Nachfolgeklassifikation für den OPS gehen nach wie vor nur schleppend voran, weil darüber noch keine Grundsatzentscheidung gefällt worden ist. Als Basis dafür wird weiterhin die Architektur der neuen französischen Prozedurenklassifikation „Classification Commune des Actes Médicaux“ (CCAM) favorisiert, auf deren Grundlage inzwischen in Österreich die Entwicklung einer neuen Prozedurenklassifikation abgeschlossen worden ist. In der Schweiz wird der schweizerische Operatio­nenschlüssel CHOP gemäß den Anforderungen des Swiss-DRG-Systems modifiziert.

Das DIMDI stellt für die Systematischen und Alphabetischen Verzeichnisse von ICD-10-GM und OPS verschiede­ne Dateien zur Verfügung, wobei die für Ausdrucke geeigneten PDF-Dateien als „Referenzdateien“ von seinem Server kostenlos heruntergeladen werden können. Von den verschiedenen veröffentlichten Buchausgaben stellen nur die des Deutschen Ärzte-Verlages redaktionelle Bearbeitungen dar, die sich durch zahlreiche nutzerfreundliche Besonderheiten auszeichnen (Lizenzausgaben auch im Kohlhammer-Verlag und im Krankenhausdrucke-Verlag).

Mitarbeiter der AG arbeiten in den beim DIMDI angesiedelten maßgeblichen KKG-Arbeitsgruppen ICD und OPS sowie in entsprechenden Gremien der Selbstverwaltung intensiv mit und bringen dort ihre umfangreichen Erfah­rungen aus ihrer Tätigkeit in der stationären und ambulanten Gesundheitsversorgung ein. Hervorzuheben ist hier die redaktionelle Arbeit von Albrecht Zaiß an den Deutschen Kodierrichtlinien. Diese Arbeiten schlagen sich dann auch in einer Reihe spezieller Buch-, CD-ROM- und Software-Veröffentlichungen zum Thema nieder.

Wegen der in einigen Bereichen der ICD-10 größeren Änderungen seitens der WHO wird das DIMDI eine erste Vorabversion der ICD-10-GM 2010 bereits Anfang 2009 veröffentlichen. Die Endversionen 2010 der ICD-10-GM und des OPS sind für den Herbst 2009 angekündigt. Es ist das Bestreben aller Beteiligten, in diese Versionen nur die unbedingt erforderlichen Änderungen aufzunehmen, damit die Anwender keine zu großen Umstellungsproble­me haben.

Ein wesentlicher Teil der Aktivitäten der AG betrifft die Vermittlung von Informationen über den jeweils aktuellen Stand und die Probleme der medizinischen Dokumentation und Klassifikation. Während der 52. gmds-Jahres­tagung in Augsburg hielt die Arbeitsgruppe am 19.09.2007 das mit rund 60 Teilnehmern gut besuchte halbtägige Symposium „Medizinische Dokumentation und Klassifikationen in Klinik und Praxis“ ab. In 9 Vorträgen referierten 12 Vertreter maßgeblicher Institutionen, Organisationen und Fachgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über viele Aspekte dieser Thematik (Vorträge bzw. Folien siehe AG-Webseiten). Der wenige Wochen zuvor zum Ehrenvorsitzenden ernannte Gründungsvorsitzende der AG (1990 bis 1998), Prof. Dr. Rüdiger Klar, fasste das Symposium zusammen und leitete anschließend die Wahl der neuen AG-Leitung. Nach neun Jahren kandidierte Dr. Bernd Graubner nicht mehr für den Vorsitz, den seitdem Dr. Albrecht Zaiß inne hat.

Im Rahmen der 13. KIS-Tagung hielt die AG am 20.02.2008 einen halbtägigen Workshop zu den Themenbereichen „Arzneimittel: Terminologien, Informationssysteme und semantische Analyse“ und „Statistische Daten im Gesund­heitswesen“.

Während der 53. gmds-Jahrestagung in Stuttgart konnte aus programmtechnischen Gründen am 18.09.2008 nur das verkürzte Symposium „Aktuelle Entwicklungen bei den medizinischen Klassifikationen“ stattfinden, dessen 6 Vorträge wie üblich von den AG-Webseiten abgerufen werden können.

Über jedes dieser Symposien erschienen Berichte in den gmds-Mitteilungen und im jeweiligen Heft 4 der mdi (Fo­rum der Medizin_Dokumentation und Medizin_Informatik), die ebenfalls auf den Webseiten der AG verfügbar sind.


Vorgesehene Tätigkeiten im nächsten Jahr:

Die AG MDK und die Gesellschaft für Operations Research (GOR) e.V. veranstalten unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Stausberg am 13. Februar 2009 in München den Workshop „Routinedaten in Qualitätsmanagement und Operations Research“. Nähere Informationen sind im Internet unter http://www.gmds.de/pdf/veranstaltungen/ 090213_workshop_routinedaten.pdf zu finden.

Für die 54. gmds-Jahrestagung in Essen bereitet die AG MDK wieder ihr traditionelles „Donnerstag-Symposium“ vor (voraussichtlich am 10.09.2009). Als Referenten sind Vertreter der zuständigen deutschen Institutionen und Fachgesellschaften sowie der verantwortlichen österreichischen und schweizerischen Institutionen vorgesehen.

Die Mitarbeit in den verschiedenen, mit Fragen der Klassifikationen befassten Gremien wird fortgesetzt und der In­formationsdienst der Arbeitsgruppe im World Wide Web weiter ausgebaut. Seit Herbst 2001 sind dort zahlreiche Publikationen zur Thematik der AG verfügbar.



« zurück

Informationen
Aufnahmeantrag

» Termine
5.-9. September 2010
55. GMDS-Jahrestagung "Effiziente und wirtschaftliche Gesundheitsversorgung von heute und morgen - nur mit Medizinischer Dokumentation, Medizinischer Informatik, Medizinischer Biometrie und Epidemiologie", Mannheim
[mehr...]
Hier finden Sie alle Informationen zu unseren Zertifikaten. 
[mehr...]
Online-Zeitschrift MIBE
Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (German Medical Science)
[mehr...]
P R O F E S S U R (Bes.Gr. W2 BBesG) für das Fachgebiet “Qualitative Gesundheitsforschung – soziale Ungleichheit und Public
Hochschule Fulda, Fachbereich Pflege- und Gesundheit, Fulda
[mehr...]


Letzte Aktualisierung am:
Freitag, 06.11.2009


nach oben drucken weiterempfehlen
© 2006-2008, GMDS e.V.