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Arbeitsgruppe
Standards für Interoperabilität und elektronische Gesundheitsakten (SIE)


Leiter PD Dr. B. Blobel (Regensburg) 
1. Stv. Leiter Dr. S. Garde (Düsseldorf) 
2. Stv. Leiter Dr. S. Thun (Köln) 
3. Stv. Leiter F. Oemig (Mülheim) 


Amtszeit:

Homepage:AG Standards für Interoperabilität und elektronische Gesundheitsakten

Schlüsselworte:

Standards, Interoperabilität, eHealth, EHR


Ziele der Arbeitsgruppe:

  1. Mit zunehmender Orientierung des Gesundheitswesens und seiner unterstützenden Informations- und Kommunikationssysteme auf Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit und der damit verbundenen Offenheit der Architekturen und ihrer Implementationen gewinnen Standards an Bedeutung.
  2. Da über benutzte Hardware-Plattformen, Betriebssysteme, verwendete Programmiersprachen, Programmentwicklungsumgebungen und Datenbanken sowie eingesetzte Anwendungsformate kein Konsens zu erzielen ist, beschränken sich die Standardisierungsaktivitäten auf Spezifikationen, Architektur- und Designprinzipien zur Sicherung der Interoperabilität der sowie auf die Kommunikation zwischen den Systemkomponenten. Interoperabilität ist dabei sowohl auf der Ebene der Anwendungssysteme als auch auf der Ebene der Daten zu gewährleisten.
  3. Die GMDS-AG "Standards für Kommunikation und Interoperabilität” stellt sich der Herausforderung, die angesprochenen Standardisierungsinhalte und –aktivitäten zu begleiten und zu unterstützen, den Gegenstand, den Prozess und die Ergebnisse der Standardisierung zu verbreiten und damit zur Akzeptanz und Weiterentwicklung der "Standards für Kommunikation und Interoperabilität” beizutragen.
  4. Das Augenmerk der GMDS-AG "Standards für Kommunikation und Interoperabilität” gilt insbesondere der Information über diese Standards sowie ihrer Propagierung, Anwendung und Zusammenführung im Kontext der verschiedenen konkreten Anwendungsszenarien der Medizin. Dabei kooperiert die AG eng mit den anderen AG und PG der GMDS und gibt ihnen Scope-spezifische Unterstützung.
  5. Die GMDS-AG "Standards für Kommunikation und Interoperabilität” unterstützt den Vorstand der GMDS, indem sie in seinem Auftrag Anfragen von sowie Gutachten und Stellungnahmen für nationale und internationale Standardisierungsgremien und andere Institutionen zum beschriebenen Tätigkeitsfeld erarbeitet.


Tätigkeiten der Arbeitsgruppe:

Tätigkeiten im Berichtszeitraum 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010

Die GMDS-AG “Standards für Interoperabilität und elektronische Gesundheitsakten” (SIE) stellt sich der Herausforderung, die Standardisierungsaktivitäten auf dem Gebiet der Spezifikationen sowie der Architektur- und Designprinzipien zur Sicherung der Interoperabilität von Informationssystemen bzw. Systemkomponenten mit besonderem Augenmerk auf die Kernapplikation von eHealth-Umgebungen, die elektronische Gesundheitsakte oder international der Electronic Health Record (EHR) bzw. Personal Health Record (PHR), zu fördern. Ein wichtiges Ziel ist es, den Gegenstand, den Prozess und die Ergebnisse der Standardisierung zu verbreiten und damit zur Akzeptanz und Weiterentwicklung der “Standards für Kommunikation und Interoperabilität” durch Industrie sowie Anwender unter besonderer Berücksichtigung des Electronic Health Record beizutragen. Die Aktivitäten der AG sind eng mit dem Engagement der Leiter und Mitglieder im Rahmen von Standardisierungsgremien (HL7, DIN, CEN, ISO, ...) verbunden. Auch wirkt sich die Kooperation mit der GMDS-AG „Datenschutz in Gesundheitsinformationssystemen“ sowie den EFMI Working Groups „Electronic Health Records“ und „Security, Safety and Ethics“ sehr vorteilhaft aus. Schließlich ist die Zusammenarbeit mit der IMIA Working Group „Standards in Health Care Informatics” zu nennen, zu deren Chair der AG-Leiter 2009 berufen wurde. Mit den genannten Organisationen – und hier insbesondere mit der HL7-Benutzergruppe in Deutschland e.V. – besteht naturgemäß die intensivste Zusammenarbeit.

Auf der KIS-Tagung 2010, die im Rahmen der conHIT 2010 am 19. März 2010 in Berlin ausgetragen wurde, führte die AG SIE in Kooperation mit der HL7-Benutzergruppe in Deutschland und dem Fach-bereich 7 des DIN NAMed  einen hinsichtlich der fachlichen Resonanz, aber auch in Bezug auf die Teilnehmerzahl einen sehr erfolgreichen Workshop zum Thema „Standards für Interoperabilität – Lösungen, Probleme, Ausblick“ durch. Dabei wurde insbesondere dem multi-disziplinären Charakter der Interoperabilität im Gesundheitswesen Rechnung getragen, was sich in folgenden Beiträgen niederschlug:
•    Standardisierungsgremien zur Standardisierung von Interoperabilität im Gesundheitswesen und ihre Produkte (Bernd Blobel, Regensburg)
•    Ontologien und Terminologien als notwendige Bausteine semantisch interoperabler EHR-Systeme (Stefan Schulz, Freiburg)
•    Standards zur Geräteinteroperabilität (Christof Gessner, Berlin)
•    Praktische Interoperabilität durch IHE (Frank Oemig, Bonn)
•    EHR-Standards – Wege zur Interoperabilität? (Sebastian Garde, Düsseldorf)
•    Formen und Möglichkeiten der Mitwirkung an der nationalen und internationalen Standardi-sierung (Heike Moser, Berlin)
•    Die Implementierung von ISO EN 13606 im By Med Connect Projekt (Hans Demski, München)
•    Terminologieanwendung: Die Auswahl von Value Sets für HL7 und openEHR (Sylvia Thun, Köln)

Im Rahmen der 55. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) e.V. in Mannheim veranstaltete die AG "SIE" am 8. September 2010 erfolgreich einen Workshop „Semantische Interoperabilität medizinischer Daten durch den Einsatz archetype-basierter Informationssysteme gemäß ISO/CEN 13606 und openEHR“. Neben der tiefgreifenden Beschäftigung mit dem Archetype-Konzept und seiner praktischen Realisierung wurde auch die Interoperabilität mit konkurrierenden Lösungen auf der Basis übergreifender architekturbezogener Prinzipien erörtert. Außerdem hat eine Mitgliederversammlung der vereinten AG „SIE“ stattgefunden. Wegen der durch den Fachbereich Medizinische Informatik zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch nicht erfolgten Umsetzung des auf der GMDS-Jahrestagung in Essen 2009 gefassten gemeinsamen Beschlusses der GMDS-AG „Standards für Interoperabilität und elektronische Gesundheitsakten“ und der GMDS-Projektgruppe "openEHR - Archetypen als Basis für semantisch interoperable elektronische Gesundheitsakten" zur Zusammenführung beider Gruppen in der AG „SIE“ wurde der Workshop durch die Projektgruppe und Kooperation mit der AG realisiert. Im Nachgang einer Mitgliederversammlung der AG auf der GMDS-Jahrestagung in Mannheim wurde die Zusammenführung der Gruppen auch formal durch den Fachbereich umgesetzt.

Auf der HL7 Jahrestagung 2010 „Zauberwort Interoperabilität – mehr als Technologie“ wurde in Ko-operation zwischen der AG „SIE“ und der HL7-Benutzergruppe in Deutschland e.V. ein Tutorial zum Thema „EHR und PHR als Tools für Personal Health“ durchgeführt.
Niederschlag.


Vorgesehene Tätigkeiten im nächsten Jahr:

Die GMDS-AG „Standards für Interoperabilität und elektronische Gesundheitsakten“ wird
•    in Kooperation mit der HL7-Benutzergruppe in Deutschland e.V. am 4. April im Rahmen der conHIT 2011 einen Workshop „Standardisierte Wissensrepräsentation zur Sicherung von Interoperabilität im Gesundheitswesen“ veranstalten (verbunden mit einer Mitgliederversammlung der AG);
•    auf der GMDS-Jahrestagung 2011 sowohl ein Tutorium als auch einen Workshop anbieten;
•    auf der HL7 Jahrestagung 2011gemeinsam mit HL7 Deutschland ein Tutorial realisieren.

Bernd Blobel, Regensburg, im Februar 2011





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Mittwoch, 18.05.2011


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