GMDS-Beiratskommission - Zertifikat "Medizinische Informatik"
Zertifikat "Medizinische Informatik"
Die GMDS und die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) haben gemeinsam 1978 das Zertifikat "Medizinische Informatik" geschaffen. Dieses Zertifikat bescheinigt dem Inhaber die Qualifikation, eine leitende Stellung auf dem Gebiet der Medizinischen Informatik zu übernehmen.
Die Bedingungen zum Erwerb des Zertifikats "Medizinische Informatik" sind in der aktuellen 4. Fassung am 01.03.2004 von der GMDS und der GI verabschiedet worden (siehe Download). Eine von den beiden Gesellschaften eingesetzte Kommission prüft in jedem Einzelfall die Erfüllung der Durchführungsrichtlinien.
Voraussetzungen zum Erwerb des Zertifikats sind:
- ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Medizin, der Informatik oder der Medizinischen Informatik,
- eine mindestens fünfjährige operationelle Qualifikation, in deren Rahmen praktische Erfahrungen z.B. bei Informationshaltung und -auswertung, rechnergestützter Organisation von Gesundheitsversorgungssystemen, medizinisch-technischer Informatik, Studienbetreuung, etc., nachgewiesen werden müssen. Bei der operationellen Qualifikation wird Wert darauf gelegt, dass die Tätigkeit im Bereich der Medizinischen Informatik liegt; eine primär klinische Tätigkeit wird nicht angerechnet.
- eine Weiterbildung, die das Eingangsstudium um die komplementären Fachgebiete gemäß 1. ergänzt,
- eine ausführliche Stellungnahme eines Zertifikatsinhabers oder eines Professors für Medizinische Informatik zum Antrag.
Die breiten Fachkenntnisse und Erfahrungen überprüft die Zertifikatskommission anhand von Publikationen, Projektberichten, etc. in fünf Bereichen:
- Medizinische Informatik
- Informatik
- Medizin
- Biometrie
- Wirtschaftswissenschaften
Diese Reihenfolge zeigt im Wesentlichen die Bedeutung der Bereiche für das Zertifikat an, was nicht heißt, dass man das Zertifikat z.B. auch ohne wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse (z.B. Organisation) erhalten kann. Ein akademischer Abschluss (oder auch Vordiplom) in einem der Bereiche erfüllt im Allgemeinen die Voraussetzung für das Zertifikat. Die Zertifikatskommission ist mit Vertretern dieser fünf Fachbereiche besetzt. Zur besseren Möglichkeit der Analyse sollte auch das Publikationsverzeichnis nach den oben angeführten Fachbereichen gegliedert sein.
Der/die Kandidat(in) kann durch die/den Vorsitzende(n) der Kommission zu einer mündlichen Aussprache eingeladen werden. Die mündliche Aussprache soll dabei der Kommission die Möglichkeit bieten, Fragen an die/den Kandidatin(en) zum vorgelegten Antrag zu klären. Nach den bisherigen Erfahrungen mit der Behandlung von Anträgen wird eine derartige mündliche Aussprache eher selten praktiziert werden.
Derzeit gibt es 220 Zertifikatsinhaber.
Außer unter den aufgeführten Weiterbildungsangeboten in Medizinischer Informatik und Medizinischer Biometrie ist das folgende Weiterbildungsangebot in Informatik relevant:
Informatik Deutsche Informatik-Akademie GmbH Ahrstr. 45 53175 Bonn Tel. 0228 / 30 21 64 http://www.dia-bonn.de/
Download:
Vergabeordnung Zertifikat "Medizinische Informatik"
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Beiratskommission Zertifikat Medizinische Informatik
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Leitung:
Prof. Dr. J. Stausberg (München)
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