Lebenslauf
Medizinische DokumentarinJana Hummer
Kurzinformation
1984-1991 Karl-Marx-Oberschule Neustrelitz 1991-1996 Gynmasium Carolinum Neustrelitz 1996-1999 Berufsschule am Klinik der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald 1999-2002 Medizincontrolling, DRK-Kliniken Berlin
seit 2002 Medizincontrolling, Referat der Geschäftsführung für Unternehmensplanung und Controlling, Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg
Die Ausbildung
Nach meinem Abitur begann ich 1996 die dreijährige Ausbildung zur Medizinischen Dokumentarin in Greifswald, ohne genau zu wissen, was mich erwartet. Grundlage meiner Entscheidung für diesen Beruf bildeten einzig die zum damaligen Zeitpunkt bestehenden „Blätter zur Berufskunde“, die über das Arbeitsamt bezogen werden konnten. Vor allem die Verbindung von Medizin und Datenverarbeitung weckten mein Interesse. Das Berufsbild „Medizinischer Dokumentar“ gewann insbesondere durch die praktische Anwendung meiner in der Ausbildung erlangten Kenntnisse an Profil, so dass sich bald für mich die Frage stellte: „Welcher Arbeitgeber ist für mich interessant?“. Um diese Entscheidung treffen zu können, wählte ich gezielt meine Praktika u.a. im Bereich Datenbankprogrammierung, Studienbetreuung in der Klinischen Forschung und Falldokumentation im Krankenhaus. Die Wahl meines Berufspraktikums fiel wiederum im Krankenhausbereich, denn hier sah ich mein zukünftiges Arbeitsgebiet.
Die berufliche Laufbahn
Meine erste Anstellung fand ich in den DRK-Kliniken Berlin im Bereich Medizincontrolling. Primäre Aufgabe zu Beginn meiner Tätigkeit war die Kontrolle der Qualität und Vollständigkeit der § 301 Daten, also der verschlüsselten Diagnosen (ICD) und Prozeduren (OPS), sowie der Zuordnung von Fallpauschalen und Sonderentgelten. Mein Aufgabenschwerpunkt verlagerte sich allmählich hin zur Einführung und Betreuung des Krankenhausinformationssystems. Als stellvertretende Abteilungsleiterin führte ich eigenverantwortlich die Schulung und Fortbildung der ärztlichen Mitarbeiter und des Pflegepersonals durch. Auch wenn ich mich im bunten Berlin sehr wohl gefühlt habe, zog es mich nach fast drei Jahren zurück zu Familie und Freunden nach Mecklenburg/Vorpommern, so dass ich im April 2002 die Chance wahrnahm, im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum mein bereits erlangtes Wissen einzusetzen.
Derzeitige Tätigkeit
Auch meine derzeitige Tätigkeit erstreckt sich auf den Bereich Medizincontrolling. Eigenverantwortlich organisiere ich die externe vergleichende Qualitätssicherung. Dazu gehört das Testen der eingesetzten Software, das Schulen des ärztlichen Personals im Umgang mit der geforderten, zusätzlichen Dokumentation von Qualitätsmerkmalen und der Datenexport an die Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung. Mittlerweile wurden Fallpauschalen und Sonderentgelte durch das G-DRG-System abgelöst.Die Kontrolle der verschlüsselten Diagnosen und Prozeduren hat damit weiter an Bedeutung gewonnen und gehört ebenfalls zu meinem Aufgabengebiet.
Fazit
Der Beruf Medizinischer Dokumentar hat in den letzten Jahren, auch insbesondere durch die Aktivitäten unseres Berufsverbandes, einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt, so dass zunehmend Medizinische Dokumentare in Krankenhäusern eingesetzt werden. Ich habe die Möglichkeit ein interessantes und vielseitiges Aufgabengebiet in einem ausgesprochen harmonischen Team zu bearbeiten und bin daher froh, diesen Beruf ergriffen zu haben.
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