Arbeitsgruppe

Informationsverarbeitung in der Pflege

Ziele der Arbeitsgruppe

Hauptziel der Arbeitsgruppe ist die Unterstützung der Kommunikation zwischen allen an der Pflegeinformatik interessierten Personen (z.B. Anwender, Hersteller, Wissenschaftler, Verbände) sowie die Propagierung der Pflegeinformatik in Ausbildung, Praxis und Forschung.

Alle Ziele sollen in enger Kooperation mit den entsprechenden nationalen und internationalen Arbeitsgruppen der Pflege- und Med. Informatik-Berufsverbänden erreicht werden. Aus den genannten Zielen leiten sich folgende Aufgaben der Arbeitsgruppe ab:

  1. Organisation überregionaler Veranstaltungen zur Informationsverarbeitung in der Pflege, um den Informationsaustausch über praxistaugliche Verfahren und Forschungsprojekte zu fördern.
  2. Aufbau und Pflege von Kommunikationsstrukturen zum Thema Pflegeinformatik (Mail, Web etc.).
  3. Aufbau und Pflege eines engen Informationsaustauschs mit verwandten Fachgesellschaften und Arbeitsgruppen.
  4. Aufbau von Nachschlagemöglichkeiten zum Thema Pflegeinformatik (Thesaurus, Literatur, Links etc.).
  5. Verfassen von Stellungnahmen zu grundsätzlichen und aktuellen Fragen der Informationsverarbeitung in der Pflege.
  6. Mitarbeit an Curricula für Lehrveranstaltungen zur Informationsverarbeitung in der Pflege.

Die Arbeitsgruppe freut sich über jeden (auch Nicht-GMDS-Mitglieder), der aktiv in der Arbeitsgruppe mitarbeiten möchte, oder der interessante Erfahrungsberichte und Forschungsergebnisse über die Arbeitsgruppe verbreiten möchte. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an die Leiter der Arbeitsgruppe.

Aktuelles

  • Die IMIA’s Nursing Informatics (NI) Special Interest Group veröffentlicht seit März diesen Jahres monatlich einen Newsletter mit aktuellen Themen. Die Newsletter sowie andere Neuigkeiten und Informationen befinden sich auf der IMIA Webseite unter imia-medinfo.org/wp/nilinks/
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Termine & Veranstaltungen

  • NI 2021:

    Die Nursing Informatics 2021 steht unter dem Motto „Nurses and midwives in the digital age“.
    Die Konferenz findet vom 23.08.2021 bis 02.09.21 online statt und wird vom Australasian Institute of Digital Health (AIDH) ausgerichtet.

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Tätigkeiten der Arbeitsgruppe:

Aktivitäten vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 - Übersicht

Durch die SARS-CoV-2-Pandemie waren die öffentlichen AG-Aktivitäten in 2020 stark eingeschränkt. Viele geplante Veranstaltungen wurden aufgrund der Pandemie abgesagt oder in reduzierter Form digital durchgeführt. Die AG-Leitung hat sich daher in 2020 stark inhaltlich fokussiert und in Zusammenarbeit mit dem Kohlhammer Verlag ein Lehrbuch zur „Informationsverarbeitung in der Pflege“ für den DACH-Raum auf den Weg gebracht, welches in 2022 erscheinen wird.

Veranstaltungen

Im Rahmen des digitalen Formats der DMEA 2020 – der DMEA sparks war die AG an der virtuellen Podiumsdiskussion „Digitale Kommunikation – Voraussetzungen für eine erfolgreiche Vernetzung in der Pflegeversorgung“ beteiligt. Neben der GMDS-AG waren das Bundesministerium für Gesundheit, der Bundesverband Gesundheits-IT, der Verein Pflegende Angehörige e.V. und die Firma Philips GMBH Market DACH vertreten. 

Die geplante Beteiligung der AG mit einem gemeinsamen Workshop zum Thema „Entscheidungsunterstützung – aus der Forschung in die Routine“ in Zusammenarbeit mit der GMDS AG „Wissensbasierte Systeme in der Medizin“ an der DMEA-Satellitenveranstaltung wurde aufgrund der Pandemie abgesagt.

Veröffentlichungen

In 2020 hat sich die AG-Leitung und der Kohlhammer Verlag darauf verständigt, die Arbeiten für ein Lehrbuch zur „Informationsverarbeitung in der Pflege“ für den DACH-Raum aufzunehmen. Adressaten des Buches sind Einsteiger in die Thematik, wie z.B. Bachelor-Studierende in Pflege- & Pflegemanagementstudiengängen sowie versorgungsnah arbeitende interessierte Pflegende mit (und ohne) akademischen Abschluss, Pflegemanager, Pflegepädagogen-Studiengänge. Ziel des Buches ist es allen Interessierten den Zugang zum Feld der Informationsverarbeitung in der Pflege zu eröffnen. Geplante Veröffentlichung des Buches ist Mitte 2022.

 AG-Jahressitzung

Die geplante AG-Jahressitzung im Zuge der 65. Jahrestagung der GMDS e.V. in Berlin fand Corona-bedingt nicht statt. 

Gremienarbeit / Aktivitäten

Die AG ist weiterhin im Expertengremium Digitalisierung des Deutschen Pflegerates e.V. (DPR) vertreten und unterstützt den DPR bei Fragen zur Digitalisierung der Pflege. 

Darüber hinaus ist die AG weiterhin an der inhaltlichen Arbeit der Sektion „Entwicklung und Folgen von Technik und Informatik in der Pflege (EF-TIP)“ der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. beteiligt. 

Die AG Mitglieder Mareike Przysucha und Dr. Georg Schulte von der Forschungsgruppe Informatik im Gesundheitswesen der HS Osnabrück engagierten sich im Beirat für Pflegedokumente bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung bzw. ihrer Tochtergesellschaft mio42 GmbH. Im Rahmen des Engagements wurden Inhalte und Struktur für einen pflegerischen Überleitungsbericht als Medizinisches Informationsobjekt (MIO) der elektronischen Patientenakte erarbeitet. Unter Mitwirkung des Beirats für Pflegedokumente wurde ein Datensatz entwickelt, der einen Mindestsatz an zu übermittelnden pflegerelevanten Informationen enthält. Dieser MIO-Datensatz für einen pflegerischen Überleitungsbericht soll in 2021 final verabschiedet werden. Der Beirat für Pflegedokumente setzt sich einerseits aus Vertretern der Verbände der Pflegeanbieter (bpa, FINSOZ, Diakonie etc.) und andererseits aus Vertretern der organisierten Pflege (Pflegekammern, DPR, DBfK) zusammen. 

Internationales

Die GMDS AG wird durch Daniel Flemming von der Katholischen Stiftungshochschule München als society representative innerhalb der European Federation of Medical Informatics (EFMI) in der Working Group „Nursing Informatics“ (EFMI-NI: efmi.org/workinggroups/ni-nursing-informatics/) und innerhalb der International Medical Informatics Association (IMIA) in der dortigen Nursing Informatics Special Interest Group (SIG-NI: imia-medinfo.org/wp/sig-ni-nursing-informatics/) vertreten. Die Arbeitsgruppen haben es sich zum Ziel gesetzt, mithilfe von Beiträgen und der Organisation von Tagungen und Konferenzen auf internationaler und europäischer Ebene die Pflege- und die Gesundheitsinformatik im Austausch innerhalb der pflegerischen Profession, mit benachbarten Professionen sowie mit anderen Organisationen und der Politik, zu stärken.

Geplante Aktivitäten

Die AG engagiert sich weiterhin im Rahmen des Kongressprogramms bzw. im Kongressbeirat der DMEA, sowie in den genannten verschiedenen Gremien (EF-TIP, DPR, etc.). Der Plan einer Beteiligung der AG in Kooperation mit der GMDS-AG „Wissensbasierte Systeme in der Medizin“ an der DMEA-Satellitenveranstaltung besteht für 2021 weiterhin. 

Veröffentlichungen der Arbeitsgruppe

Stellungnahmen

Publikationen

  • Egbert N, Thye J, Hackl WO, Müller-Staub M, Ammenwerth E, Hübner U. Competencies for nursing in a digital world. Methodology, results, and use of the DACH-recommendations for nursing informatics core competency areas in Austria, Germany, and Switzerland. Informatics for Health & Social Care 2018; DOI: 10.1080/17538157.2018.1497635.
  • Hübner U, Egbert N, Hackl W, Lysser M, Schulte G, Thye J, Ammenwerth E. Welche Kernkompetenzen in Pflegeinformatik benötigen Angehörige von Pflegeberufen in den D-A-CH-Ländern? Eine Empfehlung der GMDS, der ÖGPI und der IGPI. GMS Med Inform Biom Epidemiol. 2017;13(1):Doc02. DOI: 10.3205/mibe000169, URN: urn:nbn:de:0183-mibe0001694
  • Sellemann B, Stausberg J, Hübner U. Nursing Routine Data as a Basis for Association Analysis in the Domain of Nursing Knowledge. Akzeptiertes Paper: 11th International Congress on Nursing Informatics. Montreal, 2012 (Veröffentlichung in PubMed Central).
  • Hübner U. European Health Telematics. In: Ball MJ, Douglas JV, Hinton Walker P, DuLong D, Gugerty B, Hannah KJ, Kiel J, Newbold SK, Sensmeier J, Skiba DJ, Troseth M (eds.) Nursing Informatics: Where Caring and Technology Meet. 4th edition. Springer, London, New York; 2011, pp. 375-400.
  • Flemming D. Ist die Pflege eHealth-fähig? In: Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (Hrsg.): eHealth Conference 2010. Dokumentation der Veranstaltung vom 14. und 15. September 2010 in Hannover. Schriftenreihe der GVG; 2011,57-63.
  • Sellemann B, Flemming D, Hübner U. Verbreitung von Informationssystemen in der Pflege. In: Güttler K, Schoska M, Görres S (Hrsg.) Pflegedokumentation mit IT Systemen – eine Symbiose von Wissenschaft, Technik und Praxis. Huber, Bern; 2010, S. 71-86.
  • Hübner U, Sellemann B, Flemming D Toward integrating nursing data into the EPR: current developments in Germany. In: Weaver C, Delaney C, Weber P, Carr R. (eds.) Nursing and Nursing Informatics for the 21st century: An International Look at Practice, Trends and the Future. 2nd edition. HIMSS Press, Chicago; 2010, pp. 421-428.
  • Hübner U, Flemming D Standardizing the Electronic Nursing Summary: Motivation, Methods and Results. In: Weaver C, Delaney C, Weber P, Carr R (eds.) Nursing and Nursing Informatics for the 21st century: An International Look at Practice, Trends and the Future. 2nd edition. HIMSS Press, Chicago; 2010, pp. 193-199.
  • Hübner U, Ammenwerth E, Flemming D, Schaubmayr C, Sellemann B. IT adoption of clinical information systems in Austrian and German hospitals: results of a comparative survey with a focus on nursing. BMC Medical Informatics and Decision Making 2010, 10:8.
  • Schrader U. ICNP-BaT – from translation tool to translation web service. Stud Health Technol Inform 2009;146:320-4.
  • Hübner U. Editorial - Pflegeinformatik als Motor der Professionalisierung in der Pflege? Pflege 2009; 22(6), 399-400.
  • Marschollek M, Nemitz G, Gietzelt M, Wolf KH, Meyer Zu Schwabedissen H, Haux R. Predicting in-patient falls in a geriatric clinic: a clinical study combining assessment data and simple sensory gait measurements. Z Gerontol Geriat 2009; 42:317–321.
  • Hübner U, Staemmler M. Das elektronische Berufsregister für Gesundheitsberufe. Public Health Forum 2009;17:25-27. doi:10.1016/j.phf.2009.09.014
  • Sellemann B, Stausberg J, Dahlmann C, Maier I, Hübner U. Data-Mining in Leistungsdaten der Pflege. Ger Med Sci GM09gmds278. www.egms.de/de/meetings/gmds2009/09gmds278.shtml
  • Flemming D, Hübner U. Das Nursing Summary auf Basis der HL7 CDA. HL7-Mitteilungen 2009, Nr. 25; 13-15.
  • Hübner U, Flemming D, Schulz-Gödker A. Software zur digitalen Wunddokumentation: Marktübersicht und Bewertungskriterien. Wundmanagement 2009; 3(6):16-25.
  • Giehoff C, Hübner U, Stausberg J. Ein systematischer Wissenstransfer in der Pflege über ein Wissensmanagementsystem, Pflegewissenschaft – www.printernet.info, 01/2009, S. 41-48.
  • Haux R, Howe R, Marschollek M, Plischke M, Wolf KH. Health-enabling technologies for pervasive health care: on services and ICT architecture paradigms. Inform Health Soc Care 2008;33:77-89
  • Flemming D, Giehoff C, Hübner U. Entwicklung eines Standards für den elektronischen Pflegebericht auf der Basis der HL7 CDA Release 2 , Pflegewissenschaft – www.printernet.info, 12/2008, S. 676-682.
  • Schrader U, Tackenberg P, Widmer R, Portenier L, König P. The ICNP-BaT - a multilingual web-based tool to support the collaborative translation of the International Classification for Nursing Practice (ICNP). Stud Health Technol Inform 2007;129(Pt 1):751-4.
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  • Ammenwerth E, Iller C, Mahler C. IT-adoption and the interaction of task, technology and individuals: a fit framework and a case study. BiomedCentral Medical Informatics and Decision Making. 2006; 6(1):3.
  • Giehoff C, Hübner U. Der elektronische Pflegebericht des „Netzwerks Versorgungskontinuität in der Region Osnabrück“ – Evaluationsergebnisse und ihre Konsequenzen. Pflegewissenschaft - www.printernet.info 06/2006, 371-377.
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  • Kuntze A, Hübner U. Vergleich von NANDA, ICNP und HHCC Pflegediagnosen. Pflegewissenschaft - www.printernet.info Pflegeinformatik 2/2006, 34-37.
  • Stausberg J, Kröger K, Maier I, Schneider H, Niebel W. Pressure ulcers in secondary care: incidence, prevalence, and relevance. Adv Skin Wound Care 2005; 18(3):140-5.
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  • Hübner U. Pflegeinformatik – Bestandsaufnahme und Perspektiven einer Spezialisierung innerhalb der Pflege. Pflege 2004 17(5), 339-349
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  • Schär W, Laux H. Pflegeinformatik in der Praxis. Elsevier, München 2003.
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  • Hannah K, Ball M, Edwards M, Hübner U. Pflegeinformatik. Springer, Heidelberg 2002.
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  • Ammenwerth E, Kutscha U, Kutscha A, Mahler C, Eichstädter R, Haux R. Nursing process documentation systems in clinical routine - prerequisites and experiences. International Journal of Medical Informatics 2001; 64 (2-3): 187-200.
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  • Mahler C, Ammenwerth E, Hoppe B, Eichstädter R, Tautz A, Wagner A. Einführung einer rechnergestützten Pflegedokumentation: Qualitätsverbesserung durch PIK? In: Deutsche Pflegezeitschrift 2001; 54 (12): 877 - 881.
  • Ammenwerth E, Haux R. A Compendium of Information Processing Functions in Nursing - Development and Pilot Study. Computers in Nursing 2000; 18(4): 189-196.
  • Ammenwerth E, Buchauer A, Bludau B, Haux R. Mobile information and communication tools in the hospital. International Journal of Medical Informatics 2000; 57(1): 21-40.
  • Pohl U, Ammenwerth E, Eichstädter R, Haux R. Rechnerbasierte Pflegedokumentation in der klinischen Routine - Ein Erfahrungsbericht. Deutsche Pflegezeitschrift 2000; 53 (12) Beilage Pflegedokumentation: 1-8.
  • Hübner U (2000) Pflegeinformatik. In: von Eiff W et al (Hrsg.) Der Krankenhausmanager. Springer, Heidelberg, Band 1, Teil 5, Kapitel 10; S. 1-35.