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Archivierung von Krankenunterlagen (AKU)

Tätigkeitsbericht

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GMDS Jahresbericht 2025

Arbeitsgruppe
Archivierung von Krankenunterlagen (AKU)

Dirk Holthaus, Mönchengladbach (Leiter) 
Andreas Henkel, München (Stellvertreter) 

Tätigkeit vom 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2025

Organisation

Dirk Holthaus (Mönchengladbach) führte auch im Jahr 2025 die Arbeitsgruppe „Archivierung von Krankenunterlagen“ (AKU) der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS). Andreas Henkel (München) fungierte weiterhin als Stellvertreter.

Arbeitsgruppe „Archivierung von Krankenunterlagen“ (AKU)

Die Arbeitsgruppe „Archivierung von Krankenunterlagen“ (AKU) der GMDS ist seit 1993 eine feste Institution in Fachkreisen. Sie bringt Akteure aus Krankenhäusern, Wissenschaft und Softwareindustrie zusammen, die sich mit der digitalen Archivierung und Digitalisierung von Patientenunterlagen beschäftigen.

DMEA - Satellitenveranstaltung 2025 von GMDS und BVMI

Traditionell war die Arbeitsgruppe „Archivierung von Krankenunterlagen“ (AKU) auch 2025 Ausrichter eines Workshops auf der DMEA - Satellitenveranstaltung von GMDS und BVMI in Berlin. Am 07.04.2025 moderierten Dirk Holthaus (Mönchengladbach) und Andreas Henkel (München) den Workshop 4 zum Thema: „Ein archivarischer Blick in die Healthcare-IT-Welt von heute und morgen“ im ABION Hotel, Alt Moabit 99, 10559 Berlin.

Im ersten Block des Workshops stand das Thema „KHZG – Ende in Sicht?“ im Mittelpunkt. Robert Dworschak und Christopher Rehberg (Kliniken Nordoberpfalz AG) berichteten über den aktuellen Stand der KHZG-Projekte, der Fördermittelverwendung und die Vorbereitungen auf die Erstellung der Endverwendungsnachweise bis zum 31.12.2025. Dirk Holthaus (promedtheus AG) referierte anschließend zu KHZG-Kostenverschiebungen, Änderungen, Zwischenberichten, Mittelverwendung und dem Abschlussbericht. Die anschließende Diskussion bot Raum für vertiefte Fragen und Austausch.

Im zweiten Block stand das Thema „In EPA et ISIK veritas“ auf dem Programm. Ansgar Höper (gematik GmbH) gab eine aktuelle Aussicht zur Weiterentwicklung und zum Stand von ISiK. Dr. Nils Benning (d.velop AG) referierte zum Thema „ISiK Dokumentenaustausch – Wo stehen wir und welche Anwendungsfälle können wir damit abbilden?“. Es folgte eine Diskussion mit allen Workshopteilnehmern.

Der dritte Block widmete sich dem Thema „Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz – Hat das KHVVG Konsequenzen für die IT?“. Oliver Paul (Dedalus HealthCare GmbH) beleuchtete die Auswirkungen des KHVVG auf die IT aus Herstellersicht. Henrik Ohlms (CompuGroup Medical SE & Co. KGaA) referierte zur Krankenhaustransformationsfonds-Verordnung (KHTFV) unter dem Titel „KHZG reloaded?“. Der Workshop endete mit einer Abschlussdiskussion und dem Übergang zur gemeinsamen Abschlussrunde im Plenum.

50. Archivtage der GMDS-Arbeitsgruppe AKU

Das für den 26./27. November 2025 geplante 50. Treffen der GMDS-Arbeitsgruppe „Archivierung von Krankenunterlagen (AKU)“ musste leider erneut verschoben werden. Viele Teilnehmer waren weiterhin stark in KHZG-Projekte und deren verlängerte Fristen eingebunden, was den organisatorischen Spielraum deutlich einschränkte. Zudem standen die ursprünglich zugesagten Räumlichkeiten am Universitätsklinikum Köln aufgrund äußerer Umstände nicht mehr zur Verfügung, und eine kurzfristige Suche nach einem alternativen Veranstaltungsort war nicht mehr realisierbar.

Die Verschiebung wird genutzt, um das Jubiläumstreffen 2026 mit frischem Elan vorzubereiten. Mit einem neuen Termin und gegebenenfalls auch an einem neuen Ort, der den passenden Rahmen für ein besonderes 50. Treffen bietet. Sobald Termin und Ort feststehen, werden alle Interessierten umgehend informiert.

Ausblick 2026

Im Rahmen der DMEA-Satellitenveranstaltung 2026 von GMDS und BVMI wird die Arbeitsgruppe wieder traditionell einen Workshop organisieren. Das Thema des Workshops wird rechtzeitig bekanntgegeben. Unter dem Titel „Ich bin interoperabel, glaub ich.“ hinterfragt der Workshop der GMDS-Arbeitsgruppe „Archivierung von Krankenunterlagen“ (AKU), ob die Vielzahl neuer Technologien der letzten Jahre Krankenhäuser tatsächlich näher an echte Interoperabilität herangeführt hat. Im Fokus stehen dabei interoperabilitätsrelevante Bausteine, wie zum Beispiel Interoperabilitätsplattformen, moderne elektronische Archive, PACS-Systeme, Clinical Data Repositories, die Elektronische Patientenakte (ePA für alle) oder KIM (Kommunikation im Medizinwesen). Ergänzend wird betrachtet, inwieweit die Etablierung von Standards wie IHE (Integrating the Healthcare Enterprise), HL7 FHIR und ISiK (Informationstechnische Systeme in Krankenhäusern) zur Harmonisierung von Informationsflüssen beigetragen hat. Anhand konkreter Erfahrungen aus Kliniken wird diskutiert, wo diese Lösungen Prozesse verbessert haben und an welchen Stellen weiterhin Medienbrüche, Qualitätsprobleme oder fehlende Standardkonformität bestehen. Der Workshop bietet einen praxisnahen Überblick über technologische Fortschritte, organisatorische Herausforderungen und typische Stolpersteine der Interoperabilität. Zusätzlich wird ein Blick in die Zukunft geworfen, etwa zu Entwicklungen, die Interoperabilität langfristig robuster und nutzbarer machen könnten. Ziel ist ein realistischer Blick darauf, ob die vorhandenen Systeme tatsächlich interoperabel sind oder lediglich interoperabel wirken.

Das 50. Treffen der GMDS-Arbeitsgruppe „Archivierung von Krankenunterlagen (AKU)“ ist für den 14./15. Oktober 2026 geplant. Wir sind mitten in der Organisation und sobald Ort und Thema bekannt sind, informieren wir über die GMDS. 

Wir werden alles dafür tun, dass unsere GMDS-Arbeitsgruppe „Archivierung von Krankenunterlagen“ (AKU) auch weiterhin eine zentrale und innovative Rolle bei der Förderung und Weiterentwicklung der digitalen Archivierung sowie der Interoperabilität im deutschen Gesundheitswesen spielen wird. Der derzeitige Erfolg und die Reichweite der GMDS-Arbeitsgruppe AKU zeigt, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden.